Wie eine repräsentative Umfrage von Greenpeace Schweiz gezeigt hat, möchte ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung (76%) ihre Produkte reparieren lassen. Dies scheitert aber oft an zu hohen Kosten für eine Reparatur, aber auch weil viele Gegenstände gar nicht reparierbar sind. Eine Reparatur-Möglichkeit ist aber dringend notwendig, denn: Schweizer Haushalte produzieren enorm viel Abfall. Dies ist eine unglaubliche Verschwendung von Ressourcen und hat hohe Kosten für die Umwelt zur Folge. Dass die Schweizer Bevölkerung mehr Reparieren möchte, zeigen auch die 176 schweizweiten Repair-Cafés, dort werden pro Monat rund 1200 Gegenstände erfolgreich repariert.

Das sind die wichtigsten Forderungen der Petition:


Mehr reparierbare Produkte


Anforderungen an das Produkt sollen festgelegt und gefördert werden. Anstatt geklebt, sollen Produkte geschraubt werden oder auch modular aufgebaut sein. Viele Gegenstände werden absichtlich so hergestellt, dass sie nicht reparierbar sind, das soll verboten werden. Vor allem sollen Nutzende auch geschützt von der geplanten Obsoleszenz (geplante oder in Kauf genommene vorschnelle Veralterung von Produkten) werden und das Garantierecht soll gestärkt werden. Aktuell liegt eine solche Motion beim Ständerat, die die Garantiefrist von Geräten von zwei auf fünf Jahre verlängern will. Der Konsumentenschutz hat die erste LeihBar in der Schweiz gegründet. Dort können hunderte Gegenständen geliehen werden, auch solche Projekte sollen vermehrt gefördert werden.


Zugang zu Ersatzteilen und technischer Information


Damit Gegenstände repariert werden können, braucht es Ersatzteile und Zugang zu Reparaturanleitungen. Oftmals sind Ersatzteile nur schwierig zu erhalten und dann mit hohen Kosten verbunden. Ersatzteile sollen langfristig und kostengünstig zugänglich sein. In der EU sind Herstellerinnen seit März 2021 dazu verpflichtet, Ersatzteile während zehn Jahren für bestimmte Gegenstände anzubieten. Solche ähnlichen Bestimmungen für die Schweiz sind wichtig, um den Ressourcen- und Energieverbrauch zu reduzieren.


Kultur des Reparierens fördern


Reparatur soll attraktiv werden. Greenpeace Schweiz fordert, dass der Detailhandel das Recht zu Reparieren garantiert und dementsprechend sein Angebot anpasst. Denn die aktuellen Geschäftsmodelle stehen oft im Widerspruch zu einer Langlebigkeit von Produkten. Daher ist es wichtig, Anreize zu schaffen, um Reparatur leichter zugänglich zu machen. Dazu gehört auch, dass öffentliche Einrichtungen ihre Vorbildfunktion wahrnehmen.


Auch der Konsumentenschutz und die Repair Cafés stellen sich hinter die Forderung von Greenpeace Schweiz und fordern mehr Unterstützung für die Reparaturbewegung.


 

Die Petition kann hier unterschrieben werden.